Schulsozialarbeit
Entstehung der Schulsozialarbeit in MV
Schulsozialarbeit existiert seit über 30 Jahren und hat durch die Landesprogramme Schulsozialarbeit in den fünf neuen Bundesländern eine deutliche Ausweitung erfahren. Sie hat sich als eine besonders intensive und wirksame Form der Kooperation von Jugendhilfe und Schule in der Praxis bewährt und ist von zentraler Bedeutung bei der Weiterentwicklung des Bildungswesens zu einem Gesamtsystem von Bildung, Erziehung und Betreuung.
In Mecklenburg-Vorpommern initiierte die Landesregierung 1999 die Landesinitiative Jugend- und Schulsozialarbeit und stellte damit langfristige Weichen für materielle Absicherung der Schulsozialarbeit.
Seit 2007 erfolgt die Finanzierung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF).
Lunte-Schulsozialarbeit an den beruflichen Schulen der Hansestadt Rostock
Lunte e. V. leistet arbeits-, berufs- und lebensweltbezogene Jugendarbeit. Ein Arbeitsschwerpunkt des Vereins ist die Schulsozialarbeit. Der Verein verfolgt das Ziel, Voraussetzungen für eine erfolgreiche Beschulung und Berufsausbildung benachteiligter Schüler/-innen und Jugendlicher zu schaffen. Drei Mitarbeiter/-innen des Trägers sind an der Beruflichen Schule der Hansestadt Rostock -Wirtschaft- und an der Beruflichen Schule der Hansestadt Rostock -Dienstleistung und Gewerbe- tätig. Letztere erfüllt in größerem Umfang sonderpädagogische Aufgabenstellungen.
Ausgangslage
Azubis und Schüler/-innen sind zum einen belastet mit übertragenen Problemen aus der allgemeinen Schulpflichtzeit, befinden sich in einer ohnehin physio-psychisch schwierigen Lebensphase des Erwachsenwerdens, kommen mit unterschiedlichsten Bildungsständen und Biografien, woraus sich wiederum unterschiedliche Eingliederungschancen ergeben in die Ausbildung, Berufsvorbereitung oder weiterführende Schulformen. Zum anderen sind sie zusätzlichen Belastungen aus der Sozialisation an drei verschiedenen Orten - Wohnort, Arbeitsort, Schulort - ausgesetzt.
Die Jugendlichen sind den jeweiligen Anforderungen auch in unterschiedlicher Weise gewachsen und haben bei ihrer Bewältigung auch unterschiedliche externe und interne Bewältigungsressourcen zur Verfügung.
Zudem sind die meisten jungen Erwachsenen unzureichend auf die realen Anforderungen der jeweiligen Berufspraxis vorbereitet und haben Defizite, die jetzt nur noch schwer kompensiert werden können.
Gerade Schüler/-innen mit geringen Kompetenzen haben für ihre weitere Lernentwicklung und die berufliche Ausbildung ungünstige Prognosen, welche auch einen Risikofaktor für einen Ausbildungsabbruch bedeuten. So sind gesundheitliche Probleme, Verhaltensauffälligkeiten, schulaversives Verhalten und Delinquenz, geringe Lern- und Leistungsbereitschaft sowie häufig unzureichende Ausbildung von Schlüsselqualifikationen und sozialer Kompetenz Folgen dieser Entwicklungen und bedürfen der Unterstützung, damit das jeweilige Bildungsziel erreicht werden kann.
Rechtliche Grundlagen der Schulsozialarbeit
Informationen zu den rechtlichen Grundlagen finden Sie hier.
Leistungsangebote der Lunte-Schulsozialarbeit
- Beratung im Sinne allgemeiner Lebenshilfe
- Sozialpädagogische Begleitung
- Mediation
- Projektarbeit
- Einzelfallhilfe
- Gruppenarbeit, insbesondere soziales Lernen
- Gemeinweisenarbeit
- Schulentwicklung
Grundprinzipien
Lunte arbeitet nach folgenden Grundprinzipien:
- Freiwilligkeit
- Prävention
- Adressatenbezogenheit
- Sozialraumorientierung
- Lebensweltorientierung
- Integration
- Nachteilausgleichend
- Verschwiegenheit
- Partizipation
- Kommunikation und Kooperation